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Cashflow-Analyse für mittelständische Unternehmen
Cashflow-Analyse für mittelständische Unternehmen

Eine Cashflow-Analyse zeigt, wie sich zahlungswirksame Ein- und Auszahlungen in einem Unternehmen entwickeln und wie sich das auf Liquidität, Finanzierungsfähigkeit und Entscheidungen auswirken. Wie der Name schon sagt, wird der Cashflow analysiert um Muster, Verhaltensweisen und Effekte von Investitionsentscheidungen sichtbar zu machen. Außerdem dienen Cashflow-Analysen als KPI und um ROI von Investitionen zu messen.
Was ist eine Cashflow-Analyse?
Eine Cashflow-Analyse untersucht alle zahlungswirksamen Einzahlungen und Auszahlungen eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum. Sie zeigt, ob das Unternehmen tatsächlich liquide Mittel erwirtschaftet oder verbraucht.
Was ist der Cashflow einfach erklärt?
Der Cashflow zeigt, wie viel Geld innerhalb eines bestimmten Zeitraums in einem Unternehmen fließt. Ein positiver Cashflow bedeutet, dass mehr Zahlungsmittel hereinkommen als abfließen. Ein negativer Cashflow bedeutet, dass mehr Geld ausgegeben als eingenommen wird.
Für CFOs ist der Cashflow, wie nach dem Sprichwort „Cash is King", sehr wichtig. Denn er gibt tiefe Einblicke in die Liquidität des Unternehmens. Das bedeutet, wie fähig das Unternehmen ist kurzfristige Verbindlichkeiten durch liquide Mittel zu bezahlen und den operativen Betrieb am Leben zu halten. CFOs wissen, dass es eine Priorität ist einen guten, positiven Cashflow zu behalten um Liquiditätsengpässe und potenzielle Krisen zu vermeiden.
Wie macht man eine Cashflow-Analyse?
Eine präzise Cashflow-Analyse beinhaltet mehrere Schritte:
1. Analysezeitraum und Ziel definieren
Als erstes ist es sinnvoll, den Zeitraum der Analyse festzulegen. Für mittelständische Unternehmen ist es oft sinnvoll Analysen pro Monat, Quartal oder Jahr zu machen. Je nach Geschäftsmodell können rollierende Prognosen auch sehr sinnvoll sein.
Der Zweck einer Cashflow-Analyse ist es, die Liquidität, Bonität oder Investitionsfähigkeit des Unternehmens zu verstehen. Das ist wichtig, denn die Geschäftsführung muss wissen, ob ausreichend Working Capital zur Verfügung steht und wie hoch der Finanzierungsbedarf ist.
Rollierende Analysen erlauben einen konstanten Überblick des Cashflows und aktualisieren Daten regelmäßig. Durch moderne Software-Lösungen kann dies ganz automatisch geschehen. Keine manuellen Dateneinträge und zeitaufwendige Analysen. Die Plattform aktualisiert Daten automatisch und passt Analysen an. Das ist sehr hilfreich für CFOs, da sie dadurch immer mit den aktuellsten Daten arbeiten und Analysen weniger Fehler durch manuelle Datenzusammenführung haben.
2. Zahlungswirksame Daten sammeln
Als nächstes müssen alle zahlungswirksamen Daten gesammelt werden. Das bedeutet, tatsächliche Bewegungen von Geld und nicht nur Gewinn und Verlust Veränderungen. Dazu gehören:
Bankkonten
Offene Forderungen
Verbindlichkeiten
Lohn- und Steuerzahlungen
Das beinhaltet oft die Abstimmung und Koordination von ERP-Daten, Buchhaltung und Zahlungsplänen. Mittelständische Unternehmen können hier in ihrem Cash Management durch Automatisierung manuellen Aufwand reduzieren und den Prozess beschleunigen. Durch eine Treasury-Management-Software können all diese Daten durch Bankverbindungen und ERP-Integrationen in einer Platform zentralisiert werden.
3. Cashflow berechnen und interpretieren
Im nächsten Schritt wird der tatsächliche Cashflow ermittelt. Auszahlungen werden von den Einzahlungen subtrahiert. Der Cashflow wird dann je nach Cashflow-Art analysiert und interpretiert.
Cashflow = Einzahlungen - Auszahlungen
4. Maßnahmen aus der Analyse ableiten
Sobald alle Cashflow-Daten analysiert und interpretiert wurden, folgt letztendlich einer der wichtigsten Schritte. Aus den präsentierten Daten müssen nun Maßnahmen abgeleitet werden, die zu erfolgreichen Ergebnissen und Verbesserungen führen sollten.
Hierbei ist es besonders wichtig, dass Entscheidungsträger sich mit Liquiditätsplanung gut auskennen und Liquiditätskennzahlen richtig interpretieren können. Anhand der Cashflow-Analyse lassen sich Entscheidungen treffen, die dem Unternehmen Wachstum bringen.
Cashflow berechnen: direkte und indirekte Methode
Es gibt verschiedene Methoden, den Cashflow zu berechnen. Die zwei gängigen Methoden sind die direkte Methode und die indirekte Methode.
Direkte Methode der Cashflow-Berechnung
In der direkten Methode lautet die Cashflow-Formel:
Cashflow = zahlungswirksame Einzahlungen - zahlungswirksame Auszahlungen
Die Cashflow-Berechnung bezieht sich ausschließlich auf zahlungswirksame Geschäftsprozesse.
Indirekte Methode der Cashflow-Berechnung
Bei der indirekten Methode lautet die Cashflow-Formel (vereinfacht):
Cashflow = Jahresüberschuss + nicht zahlungswirksame Aufwendungen - nicht zahlungswirksame Erträge
Die Cashflow-Berechnung startet mit dem Jahresüberschuss und addiert nicht zahlungswirksame Aufwendungen und subtrahiert nicht zahlungswirksame Erträge.
Welche drei Cashflows gibt es?
Im Cash Management gibt es drei zentrale Cashflow-Arten:
Operativer Cashflow
Operativer Cashflow bezieht sich ausschließlich auf das Kerngeschäft:
Kundenumsätze
Materialkosten
Personalkosten
Laufende Betriebskosten
Es ist wichtig, denn es zeigt, ob das Kerngeschäft liquide Mittel generiert. Ein positiver operativer Cashflow bedeutet, dass ein Unternehmen aus eigener Kraft liquide ist.
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit setzt sich aus dem Kauf oder Verkauf von Anlagevermögen zusammen. Beispielsweise:
Maschinen
Immobilien
IT-Systeme
Beteiligungen
Ein negativer Investitions-Cashflow ist nicht automatisch schlecht, wenn er aus wachstumsorientierten Investitionen entsteht. Daher darf dieser nicht nur als Stichtagszahl interpretiert werden.
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zeigt, ob Liquidität durch operative Stärke oder externe Finanzierung entsteht. Es beinhaltet:
Kredite
Tilgungen
Zinsen
Eigenkapital
Dividenden
Ausschüttungen
Es gibt einen Einblick in die Finanzierungsstruktur eines Unternehmens.

Was ist ein guter Cashflow-Wert?
Ein guter Cashflow-Wert kann nicht pauschal festgelegt werden. Denn jedes Unternehmen, Geschäftsmodell und Industrie hat verschiedene Liquiditäts-Bedürfnisse.
Zudem kommt, dass je nach Unternehmensgröße, Investitionsphase und Finanzierungssituation jedes Unternehmen eine andere Höhe an Kapitalbindung hat.
Entscheidend ist nicht der Vergleich mit anderen Unternehmen sondern der interne Vergleich mit Vorperioden. So kann entschieden werden, ob Maßnahmen erfolgreich waren oder nicht.
Ist der Cashflow wichtiger als der Gewinn?
Cashflow und Gewinn beantworten unterschiedliche Finanzfragen für Unternehmen. Gewinn zeigt die Ertragslage. Er beschreibt, wie erfolgreich ein Unternehmen wirtschaftlich arbeitet.
Cashflow zeigt dagegen die tatsächliche Zahlungsfähigkeit. Er beschreibt, wie viel Geld aus dem operativen Geschäft tatsächlich im Unternehmen ankommt und dort für laufende Zahlungen verfügbar bleibt.
Für Liquidität, Finanzierung und kurzfristige Stabilität ist Cashflow oft entscheidend. Für Profitabilität und langfristige Ertragskraft liefert Gewinn mehr Informationen.
Cashflow-Analyse Beispiel für den Mittelstand
Ein mittelständisches Unternehmen mit rund 150 Mitarbeitenden fasst seine Kapitalflussrechnung für das abgelaufene Quartal so zusammen:
Cashflow-Bereich | Betrag |
Operativer Cashflow | +420.000 € |
Cashflow aus Investitionstätigkeit | -280.000 € |
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -90.000 € |
Netto-Cashflow | +50.000 € |
Diese Cashflow-Analyse zeigt, dass das Unternehmen aus dem Kerngeschäft ausreichend Liquidität erwirtschaftet, um Investitionen und Finanzierungskosten zu decken.
Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit steht für gezielte Wachstumsinvestitionen, der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit für laufende Tilgungen. Da der Netto-Cashflow trotzdem positiv bleibt, ist die Liquiditätslage kurzfristig stabil.
Für den Mittelstand ergeben sich daraus konkrete Maßnahmen: die Investitionsphase weiter beobachten, Tilgungspläne regelmäßig mit dem operativen Cashflow abgleichen und bei saisonalen Schwankungen frühzeitig prüfen, ob eine Kreditlinie als Puffer bereitsteht. So wird aus der einmaligen Cashflow Berechnung eine kontinuierliche Steuerungsgrundlage.
Warum manuelle Cashflow-Analysen im Mittelstand an Grenzen stoßen
Viele mittelständische Unternehmen arbeiten noch in vielen manuellen Schritten.
Bankdaten werden manuell exportiert
ERP-Daten sind nicht tagesaktuell
Mehrere Konten und Gesellschaften erschweren Konsolidierung
Excel-Versionen sind fehleranfällig
Plan-Ist-Abweichungen werden zu spät erkannt
Management-Reports kosten zu viel Zeit
Szenarioanalysen sind manuell kaum skalierbar
Cashflow, Liquiditätsplanung und Zahlungsverkehr sind nicht zentral verbunden
Cashflow-Analysen aus Excel und ERP-Reports sind nicht nur fehleranfälliger sondern für wachsende mittelständische Unternehmen oft schnell ineffizient. Durch eine Liquiditätsplanung Software kann Arbeitsaufwand und Ineffizienz reduziert werden.
Cashflow-Analyse mit Financial Navigator automatisieren
Financial Navigator ist eine moderne Plattform für Liquiditätsplanung, Cash Management und Treasury Management. Als spezialisierte Cashflow-Analyse Software bündelt sie Daten aus Banken und ERP-Systemen, stellt die Liquidität in Echtzeit dar.
Financial Navigator bietet über 13.000 Bankanbindungen in mehr als 30 Ländern an. Zudem erreicht es bei Kunden eine Cash-Transparenz von über 98% und hat in der Vergangenheit insgesamt mehr als 10.000 Stunden in der Finanzverwaltung eingespart.
Zentrale Sicht auf Cashflows und Liquidität
Bankkonten, Zahlungsströme, Cash-Positionen und Liquiditätsentwicklung werden in einem System konsolidiert. Durch Bankanbindungen kann ein übersichtliches Cashflow Dashboard erstellt werden, um Cash Management zu unterstützen.
Automatisierte Datenbasis statt manueller Excel-Prozesse
Durch Bankanbindungen und ERP-Integrationen werden Daten automatisch aktualisiert und müssen nicht mehr manuell gepflegt werden. Das erhöht Aktualität, Effizienz, Datenqualität und verbessert Nachvollziehbarkeit.
Cashflow-Analyse, Forecasting und Szenarien verbinden
Es verknüpft historische Cashflow-Analysen mit zukünftiger Liquiditätsplanung und Szenarioanalysen.
Reporting für CFOs, Finance Manager und Controlling
Dashboards, Plan-Ist-Abgleiche, Liquiditätskennzahlen und Management Reports werden automatisch erstellt und können leicht geteilt werden. Das steigert transparente Entscheidungsgrundlagen und reduziert Reporting-Aufwand.
Für wen eignet sich eine digitale Cashflow-Analyse?
Financial Navigators Cashflow-Analyse-Funktionen eignen sich für viele verschiedene Rollen und Gruppen.
CFOs
CFOs nutzen Cashflow-Analysen als strategische Entscheidungsgrundlage um finanzielle Stabilität zu beurteilen. Durch automatisches Reporting und Dashboards erlangen CFOs Übersicht über:
Investitionsspielräume
Finanzierung
Risiken
Bonität
Management-Reporting
Finance Manager
Für Finance Manager ist operative Cashflow-Überwachung von höchster Wichtigkeit. Sie brauchen tagesaktuelle Bankdaten, Zahlungsströme, Liquiditätsstatus und automatisierte Reports. Financial Navigator reduziert Aufwand und erhöht Transparenz.
Controlling-Teams
Controlling-Teams benötigen Plan-Ist-Abweichungen, Kennzahleninterpretation, Budget- und Forecast-Abgleich. Financial Navigator sichert höhere Datenqualität und verbindet Cashflow-Analysen mit Controlling-Prozessen.
Geschäftsführung im Mittelstand
Mittelständische Geschäftsführung profitiert von einem schnellen, akkuraten Überblick über ihre Zahlungsfähigkeit. Wachstumsspielraum wird schneller sichtbar und finanzielle Belastbarkeit kann besser beurteilt werden.
FAQ: Cashflow-Analyse
Was ist eine Cashflow-Analyse?
Eine Cashflow-Analyse untersucht alle zahlungswirksamen Einzahlungen und Auszahlungen eines Unternehmens über einen bestimmten Zeitraum. Sie macht sichtbar, ob ein Unternehmen liquide und finanziell stabil ist.
Wie macht man eine Cashflow-Analyse im Unternehmen?
Eine Cashflow-Analyse folgt einem klaren Ablauf:
Zeitraum definieren
Daten sammeln
Cashflows strukturieren und berechnen
Interpretieren und Maßnahmen ableitens
Was ist der Cashflow einfach erklärt?
Der Cashflow beschreibt den tatsächlichen Geldfluss in einem Unternehmen, also wie viel Geld hereinfließt und wieder abfließt. Anders als der buchhalterische Gewinn berücksichtigt er keine nicht zahlungswirksamen Posten wie Abschreibungen.
Welche drei Cashflows gibt es?
Es gibt drei zentrale Cashflows:
Operativer Cashflow
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Gemeinsam ergeben sie den Netto-Cashflow eines Unternehmens.
Welche drei Phasen umfasst der Cashflow?
Der Cashflow umfasst dieselben drei Phasen wie die Kapitalflussrechnung:
Operative Tätigkeit
Investitionstätigkeit
Finanzierungstätigkeit
Was ist ein guter Cashflow-Wert?
Ein pauschaler Wert lässt sich nicht festlegen, wichtige Signale sind aber ein stabiler, positiver operativer Cashflow und ein ausreichender Free Cashflow. Auch geringe negative Abweichungen zwischen Plan und Ist sprechen für eine gesunde Cashflow-Situation.
Ist der Cashflow wichtiger als der Gewinn?
Cashflow und Gewinn lassen sich nicht direkt vergleichen, da sie unterschiedliche Fragen beantworten. Der Cashflow zeigt die tatsächliche Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens, der Gewinn zeigt dessen Ertragslage.
Wie hilft Financial Navigator bei der Cashflow-Analyse?
Financial Navigator automatisiert die Cashflow-Analyse und zentralisiert die Steuerung in einer Plattform:
Bank- und ERP-Anbindung
Cashflow-Dashboards
Automatisierte Reports
Liquiditätsplanung und Szenarien
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Eine fundierte Cashflow-Analyse zeigt mittelständischen Unternehmen, wie stabil ihre Liquidität wirklich ist und wo Risiken entstehen könnten. Werden Cashflows manuell aus Excel oder ERP-Reports erstellt, geht wertvolle Zeit verloren, und Entscheidungen beruhen schnell auf veralteten Daten. Gerade mittelständische Unternehmen mit mehreren Bankkonten und Gesellschaften brauchen eine zentrale, aktuelle Datenbasis.
Mit Financial Navigator werden Bankkonten und ERP-Daten automatisch zusammengeführt, sodass CFOs, Finance Manager und Controlling-Teams jederzeit auf aktuelle Cashflow-Dashboards zugreifen können. Liquiditätsrisiken werden früher erkannt, Entscheidungen fundierter getroffen und manuelles Reporting deutlich reduziert.
Financial Navigator verbindet Cashflow-Analysen direkt mit Forecasting, Szenarien und aktiver Steuerung in einem zentralen System. Damit wird aus einer einmaligen Kennzahl ein kontinuierliches Steuerungsinstrument für den Mittelstand.